Dröge kritisiert EU-Plan fĂŒr Abschiebezentren in Drittstaaten
03.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Wer selbst Familien mit Kindern bis zu 30 Monate in Haft nehmen will, macht eine menschlich kalte Politik", sagte Dröge. Diese Politik lehnten die GrĂŒnen ganz eindeutig ab. Die Reform erschwere den Zugang zu Recht systematisch und schaffe keine Ordnung, sondern Chaos auf Kosten der Menschenrechte.
"Es ist insbesondere der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt, der in BrĂŒssel fĂŒr diese fatale Entscheidung geworben hat. Dobrindt verursacht schon in Deutschland eine Politik von Chaos und unnötiger HĂ€rte", sagte Dröge. "Es ist sehr schlecht, wenn sich das jetzt in ganz Europa fortsetzt."
Besonders alarmierend sei, dass diese Einigung unter Beteiligung der extremen Rechten zustande gekommen sei, erklĂ€rte die GrĂŒnen-Politikerin. Die Konservativen hĂ€tten ihrem Druck nachgegeben und das Asylsystem demontiert. "Europa braucht eine Migrationspolitik, die funktioniert und zugleich die Menschenrechte achtet", mahnte Dröge. Die jetzt beschlossene Verordnung entferne sich von diesem Anspruch und setze stattdessen auf eine Symbolpolitik der HĂ€rte mit ungewissen praktischen Folgen und gravierenden menschenrechtlichen Risiken.
In die sogenannten "RĂŒckkehrzentren" ("Return Hubs") auĂerhalb der EU sollen abgelehnte Asylbewerber kommen, die nicht in ihre HerkunftslĂ€nder zurĂŒckgebracht werden können - etwa, weil das Heimatland sich weigert, sie zurĂŒckzunehmen oder die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu dem betroffenen Staat pflegt. Wo solche Zentren auĂerhalb der EU errichtet werden könnten, ist noch unklar. Im GesprĂ€ch ist unter anderem Uganda.
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