Merz rÀumt Defizite in seiner Kommunikation ein
29.04.2026 - 11:32:57 | dpa.deBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Defizite in seiner Kommunikation ĂŒber die Regierungspolitik eingerĂ€umt. In einem «Spiegel»-Interview zitierte er den Philosophen Epiktet mit den Worten, dass nicht Taten die Menschen bewegten, sondern die Worte ĂŒber die Taten. «Ich kann da in der Tat noch besser werden», sagte der Kanzler. Er werde noch mehr erklĂ€ren und erlĂ€utern mĂŒssen, als er das bisher getan habe. «ErklĂ€ren, erklĂ€ren, erklĂ€ren. Sie mĂŒssen in einer Demokratie die Menschen mitnehmen.»
Merz ging auch auf die Kritik an ĂuĂerungen ein, die von vielen Menschen als ĂŒberzogen empfunden wurden, wie die zum Stadtbild in Deutschland oder zur brasilianischen Stadt BelĂ©m. «Ich bin von meinem ganzen Naturell sehr offen. Ich spreche aus, was ich fĂŒr richtig halte, und nehme in Kauf, dass darĂŒber kontroverse Debatten gefĂŒhrt werden», sagte der CDU-Vorsitzende. «Ich nehme allerdings auch wahr, dass diese Sprache auf eine hypernervöse Ăffentlichkeit stöĂt, die sich auch triggern lĂ€sst. Trotzdem will ich mich nicht verbiegen.»
Die schwarz-rote Bundesregierung ist nÀchste Woche Mittwoch genau ein Jahr im Amt. In den Umfragen sind Union und SPD deutlich abgerutscht. Die AfD steht inzwischen in einigen Umfragen als stÀrkste Partei an der Spitze.
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