Gesundheit, Steuern

Kassenärzte-Verband lehnt Wiedereinführung von Praxisgebühr ab

20.11.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält nichts von der Wiedereinführung der Praxisgebühr.

Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
"Eine `Praxisgebühr reloaded`, wie wir sie vor rund 20 Jahren schon mal hatten, spült zwar Geld in die Kassen, wäre aber in der früheren Art und Weise sehr bürokratisch und würde kaum als Steuerungsinstrument taugen", sagte Gassen der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Der KBV-Chef bekräftigte dagegen seine Forderung nach Wahltarifen für Kassenpatienten. "Wir können uns alternativ unterschiedliche Wahltarife vorstellen. Lässt sich der Patient durchs Gesundheitssystem leiten, zahlt er gegebenenfalls einen geringeren Beitragssatz", so Gassen. "Dabei geht es keineswegs darum, den Menschen Leistungen vorenthalten zu wollen, sondern um die Frage, ob sich die Patienten steuern lassen wollen und das dann auch belohnt wird."

Eine Steuerung sorge auch für eine sinnvolle Nutzung der knapper werdenden Ressourcen im Gesundheitswesen, sagte er.

de | news | 68373122 |

Weitere Meldungen

GBA-Chef Hecken kritisiert Warkens Gesundheitspläne Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, Josef Hecken, kritisiert die Pläne der Regierungskoalition für die Finanzierung des Gesundheitssystems scharf.Der Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) enthalte "eine gravierende Gerechtigkeitslücke", sagte Hecken der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). (Politik, 20.06.2026 - 08:00) weiterlesen...

Drogenbeauftragter will höhere Steuern auf Tabak und Alkohol Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), dringt auf höhere Steuern für Alkohol und Tabak. (Politik, 20.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

SPD-Politiker fordert höhere Steuern auf Alkohol und Tabak Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis spricht sich dafür aus, die Steuern auf Spirituosen, Tabak und zuckerhaltige Getränke schneller zu erhöhen als bislang geplant.Es sei schwer vermittelbar, dass Beitragszahler "immer höhere Lasten tragen, während gesundheitsschädlicher Konsum volkswirtschaftliche Folgekosten in Milliardenhöhe verursacht", sagte Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Spiegel"."Wer Tabak, hochprozentigen Alkohol und übermäßigen Zuckerkonsum wirksam eindämmt, stärkt die Gesundheit der Menschen und schafft zugleich Spielräume, um versicherungsfremde Leistungen gerechter zu finanzieren und die GKV zu stabilisieren", sagte Pantazis. (Politik, 17.06.2026 - 05:00) weiterlesen...

Paritätischer fordert Ende von Beamten-Sonderrechten Angesichts der aktuellen Debatte um die Finanzierbarkeit des Sozialstaates fordert der Sozialexperte Joachim Rock ein Ende der Sonderstellung von Staatsdienern und die schnelle Einführung einer allgemeinen Bürgerversicherung."Wir können uns die Sonderbehandlung von Beamten auf die Dauer nicht leisten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). (Politik, 17.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Kritik aus CSU an Reformdebatte der Union zur Pflege CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner fordert Nachbesserungen am Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Pflegereform. (Politik, 16.06.2026 - 06:00) weiterlesen...