FIFA, WM

Infantino versichert: Iran wird an WM in den USA teilnehmen

30.04.2026 - 19:59:45 | dpa.de

Ist der Iran trotz des Kriegs mit den USA bei der Fußball-WM dabei? FIFA-Präsident Gianni Infantino trifft eine klare Aussage.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim Kongress des Fußball-Weltverbandes.  - Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim Kongress des Fußball-Weltverbandes. - Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat gleich zu Beginn seiner Rede beim Kongress des Fußball-Weltverbandes versichert, dass der Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird. «Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt», sagte der Schweizer in Vancouver. Er habe keinen Zweifel. «Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen», sagte Infantino.

Schon vor zwei Wochen hatte er bekräftigt, dass der Iran trotz des Kriegs mit den USA «auf jeden Fall» an der WM teilnehmen werde. 

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran erst im März von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, dass die Entscheidung über eine WM-Teilnahme beim Iran liege. Gleichzeitig sagte er aber auch: «Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.»

Iranische Vertreter fehlen beim Kongress

Derzeit gilt in dem militärischen Konflikt zwar eine Waffenruhe. Diese steht kurz vor dem Ende, die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Kriegs sind ins Stocken geraten.

Am Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend. Die USA haben seither einen Krieg mit Iran begonnen.

Infantino: Ausschluss kommt nicht infrage

Das iranische Nationalteam will zehn Tage vor dem eigenen WM-Auftaktspiel am 15. Juni (Ortszeit) gegen Neuseeland nahe Los Angeles in die USA reisen. Das teilte Cheftrainer Amir Ghalenoei mit. Derzeit absolviert die Mannschaft ein erstes Trainingslager in der Türkei. Dort sind auch drei Vorbereitungsspiele geplant. 

Der Iran spielt in der Gruppe G auch gegen Belgien und Ägypten. Zwischenzeitlich hatte der Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.

Eine Absage oder ein Ausschluss kommen für Infantino nicht infrage. «Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien», sagte er zur Weltlage. Der Fußball hingegen habe «Kraft» und «Magie». «Gemeinsam sind wir unschlagbar», sagte der FIFA-Chef.

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