Wal-Transportschiff hat Nordsee fast erreicht
01.05.2026 - 04:24:41 | dpa.deDas Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frĂŒhen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt DĂ€nemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, flieĂen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.
Am Dienstag war der wochenlang an der OstseekĂŒste im Flachwasser liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefĂŒllten Lastkahn, der vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wird, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach PlĂ€nen der privaten Initiative, die fĂŒr den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schlieĂlich ausgesetzt werden. Wo genau, stand zunĂ€chst nicht fest.
In DĂ€nemark rettet man gestrandete Wale nicht
Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, wĂŒrden ihm die dĂ€nischen Behörden wohl nicht helfen. Das dĂ€nische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete MeeressĂ€ugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien «ein natĂŒrlich vorkommendes PhĂ€nomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.
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