CSRD-Berichterstattung, Datenpunkte

CSRD-Berichterstattung: Unternehmen reduzieren Datenpunkte auf 40

25.06.2026 - 21:55:21 | boerse-global.de

N26 erzielt erstmals Jahresgewinn, Volkswagen veräußert Mehrheit an Everllence an Bain Capital für 7,4 Milliarden Euro.

N26 erreicht Gewinnzone, Volkswagen verkauft Tochter Everllence
CSRD-Berichterstattung - Eine Nahaufnahme eines Vergrößerungsglases über einem Finanzbericht, mit unscharfen Diagrammen und Grafiken im Hintergrund. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während die Neobank N26 erstmals die Gewinnzone erreicht, treibt Volkswagen den Verkauf einer Tochter voran.

Nachhaltigkeitsberichte werden pragmatischer

Ein zentrales Thema der aktuellen Abschlüsse: die Umsetzung der CSRD. Eine Untersuchung von Kirchhoff Consult zeigt, dass Unternehmen zunehmend pragmatischer mit den Regeln umgehen. Die durchschnittliche Anzahl berichteter Datenpunkte sank von 46 auf 40, der Median liegt bei 35.

Gleichzeitig wuchs der Umfang der Berichte auf durchschnittlich 134 Seiten. Deutsche Publikationen fallen dabei rund neun Prozent umfangreicher aus als der EU-Schnitt. Als Strukturprinzip etabliert sich die Wesentlichkeit – im Schnitt wurden sieben wesentliche Nachhaltigkeitsthemen identifiziert. Hinzu kommt ein Trend zur Zentralisierung von Richtlinien und zur Voranstellung von Zusammenfassungen.

N26 erreicht Gewinnzone – Sparkasse kämpft mit Risiken

Die Neobank N26 meldet für 2025 erstmals einen Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein Verlust von 42 Millionen Euro in den Büchern. Grund für die Wende: Der Zinsüberschuss stieg auf 166 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss auf 184 Millionen Euro. CEO Mike Dargan, der das Amt im April übernahm, vermeldete für das erste Quartal 2026 sogar einen Gewinn von knapp 10 Millionen Euro.

Ganz anders sieht es bei der Taunus Sparkasse aus. Zwar wuchs das Kundengeschäftsvolumen auf 14,9 Milliarden Euro, doch das operative Ergebnis fiel auf 47,3 Millionen Euro. Grund: Die Risikovorsorge schnellte um 67,5 Prozent auf 27,8 Millionen Euro hoch.

Die DG Nexolution Gruppe steigerte ihren Umsatz auf 206,4 Millionen Euro. Auf der Generalversammlung im Juni beschlossen die Aktionäre eine neue Struktur. Künftig gliedert sich das Geschäft in die Bereiche Cards & Payment Solutions, Digital Banking Solutions und Procurement.

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Volkswagen verkauft Mehrheit an Everllence

Der Volkswagen-Konzern fokussiert sich stärker aufs Kerngeschäft. Er veräußert 51 Prozent an der Tochter Everllence – ehemals MAN Energy Solutions – an Bain Capital. Der Erlös: rund 7,4 Milliarden Euro. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Behörden, ein Abschluss ist bis Jahresende geplant.

Volkswagen bleibt mit 49 Prozent beteiligt. Für die deutschen Werke gelten Standortgarantien bis Ende 2030.

DocMorris setzt im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz. Rund 100 Vollzeitstellen sollen im Zuge der „AI-First“-Strategie wegfallen. Das Unternehmen erhofft sich ab Ende 2027 jährliche Einsparungen von mindestens 15 Millionen Franken.

Beteiligungen und Immobilien unter Druck

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Die DEWB AG weist für 2025 ein negatives Nachsteuerergebnis von 5,6 Millionen Euro aus. Belastend wirkten vor allem Wertberichtigungen im Portfolio in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Der Wert des Gesamtportfolios sank zum Jahresende auf 28 Millionen Euro.

Die Branicks Group AG verschiebt die Veröffentlichung ihres geprüften Jahresabschlusses 2025 auf Ende Juli. Grund: Laufende Verhandlungen mit Gläubigern über die Refinanzierung und Restrukturierung von Finanzverbindlichkeiten. Ziel ist eine Laufzeitverlängerung bis in die zweite Jahreshälfte 2030.

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