E-Auto-PrÀmie, AntrÀge

E-Auto-PrÀmie: 72.000 AntrÀge in sechs Wochen, Marktanteil auf 28,4%

03.07.2026 - 18:11:13 | boerse-global.de

Elektroauto-Neuzulassungen steigen im Juni um 78 Prozent. Tesla und chinesische Hersteller legen deutlich zu, wĂ€hrend deutsche Marken zurĂŒckfallen.

E-Auto-Boom in Deutschland: Absatzsprung im Juni 2026
E-Auto-PrĂ€mie - Ein modernes Elektroauto lĂ€dt an einer Ladestation in einer belebten Stadt bei DĂ€mmerung, symbolisiert Marktwachstum und staatliche Förderung. 03.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Knapp 85.000 reine Stromer (BEV) kamen auf die Straßen – ein Plus von 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Marktanteil kletterte auf 28,4 Prozent, der dritthöchste jemals gemessene Wert.

Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, verfĂŒgten im Juni fast 40 Prozent aller Neuwagen ĂŒber einen elektrifizierten Antrieb. Der Gesamtmarkt wuchs ebenfalls zweistellig um knapp 16 Prozent auf rund 297.000 Pkw. Benziner verloren dagegen 17 Prozent, Diesel rund 5 Prozent.

Tesla und chinesische Marken legen krÀftig zu

Innerhalb des Elektro-Segments verschieben sich die Marktanteile. Besonders stark wuchs Tesla: Der US-Hersteller steigerte seinen BEV-Absatz auf 7.768 Einheiten – mehr als eine Vervierfachung. Auch chinesische Anbieter wie BYD und Leapmotor legten mit einem Plus von 68 Prozent ĂŒberproportional zu und erreichten einen Marktanteil von 7,2 Prozent.

Die deutschen Hersteller kommen dagegen nur schwer hinterher. Ihre E-Auto-Zulassungen stiegen lediglich um 15 Prozent. Branchenexperten von EY weisen darauf hin, dass die hiesigen Autobauer im preisgĂŒnstigen Segment unter 25.000 Euro kaum vertreten sind. BYD verbuchte im Juni ein Absatzplus von knapp 274 Prozent auf 6.259 Fahrzeuge. BMW und Audi erzielten ZuwĂ€chse zwischen 17 und 19 Prozent, die Kernmarke VW steigerte die Gesamtzulassungen um moderate 6 Prozent.

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Die seit dem 1. Januar 2026 geltende Förderung wird aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert. Seit dem 19. Mai können KÀufer die PrÀmie offiziell beantragen. Je nach Modell und Preis gibt es zwischen 1.500 und 6.000 Euro Zuschuss. Das Gesamtbudget ist bis 2029 auf drei Milliarden Euro begrenzt.

Laut Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sind bereits mehr als 72.000 AntrĂ€ge eingegangen. Die PrĂ€mie kommt besonders bei Haushalten mit mittlerem Einkommen an: Die HĂ€lfte der AntrĂ€ge stammt von Haushalten mit einem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro. ZDK-PrĂ€sident Peckruhn betont, die Dynamik im Handel sei spĂŒrbar gestiegen.

Kritik kommt von Marktanalysten: Da die PrÀmie keine Herstellklauseln enthÀlt, profitiert auch der Absatz importierter Fahrzeuge aus China. Das Umweltministerium gibt jedoch an, dass weniger als 15 Prozent der AntrÀge auf Fahrzeuge aus chinesischer Produktion entfallen.

Leasingraten purzeln, Infrastruktur wÀchst

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Die staatliche Förderung hat einen Preiswettbewerb im Leasingmarkt ausgelöst. Durch die Anrechnung der 6.000-Euro-PrÀmie als Anzahlung werden Einstiegsmodelle wie der Fiat Grande Panda ab 35 Euro monatlich angeboten. Auch der Geely E5 oder der Skoda Peaq sind mit Raten zwischen 149 und 295 Euro im Markt.

Parallel zur Fahrzeugnachfrage wĂ€chst die Ladeinfrastruktur. Zum 1. Mai 2026 waren bundesweit 151.452 Normal- und 52.499 Schnellladepunkte registriert. Doch Experten von EY warnen vor einer zu starken AbhĂ€ngigkeit von staatlichen Geldern. Das Wachstum sei maßgeblich steuerfinanziert – bei einem Auslaufen der Mittel drohe ein erheblicher Markteinbruch. Eine VerlĂ€ngerung des Budgets ĂŒber 2029 hinaus gilt derzeit als unwahrscheinlich.

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