LĂ€nder wollen schnellere Abschaltung von Fake-Shops
19.06.2026 - 14:42:03 | dpa.de
Die Verbraucherschutzminister der LĂ€nder dringen beim Bund auf einen nationalen Aktionsplan zur leichteren Abschaltung von Fake-Shops. Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka MittelstĂ€dt (SPD) sagte in Potsdam, gefĂ€lschte Online-Shops mĂŒssten schneller vom Netz genommen werden, dafĂŒr brauche es effektivere Verfahren als bislang. Der Bund solle prĂŒfen, wie eine schnellere Abschaltung möglich ist.Â
Laut Verbraucherzentrale entdeckt ein Fake-Shop-Finder im Internet jeden Monat rund 1.800 neue betrĂŒgerische Online-Shops.
Die Verbraucherschutzminister einigten sich bei ihrer Konferenz in Potsdam auf einen Antrag, wonach unter FederfĂŒhrung des Bundes ein Aktionsplan gegen Fake-Shops erarbeitet werden soll. Brandenburg hat den Vorsitz der Konferenz inne.Â
Bislang seien die Verfahren in Deutschland zur Sperrung betrĂŒgerischer Seiten zu langwierig und komplex, sagte Verbraucherschutzministerin MittelstĂ€dt. «Polizei, Justiz, Verbraucherschutz und Cybersicherheit - in Deutschland sind viele verschiedene Stellen zustĂ€ndig. Um eine effektive BekĂ€mpfung von betrĂŒgerischen Webseiten zu beschleunigen, brauchen wir eine bessere Zusammenarbeit.» Auch Verbraucherzentralen fordern, die BekĂ€mpfung von Internet-Fake-Shops solle bundeseinheitlich geregelt werden.
Zudem setzen sich die LĂ€nder-Verbraucherminister fĂŒr ein rasches Verbot von elektronischen Einweg-Zigaretten ein und fĂŒr transparentere Preise an LadesĂ€ulen fĂŒr Elektrofahrzeuge.
