Atemtechniken: Studie belegt Wirkung gegen Suchtdrang
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 05:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Bereich des funktionalen Trainings gewinnen spezialisierte Outdoor-Angebote zunehmend an Bedeutung für die Gesundheitsprävention. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist das Stand-Up-Paddling-Yoga (SUP-Yoga), das am 5. August 2026 im Alsenztal thematisiert wurde. Die Sportwissenschaftlerin und Yoga-Lehrerin Taina Nacke-Langenstein, die seit 15 Jahren SUP-Yoga in der Pfalz anbietet, nutzt das schwankende Board als instabilen Untergrund, um gezielt die Koordination und das Gleichgewicht der Teilnehmenden zu fordern. Diese Form des Trainings kombiniert klassische Asanas mit den physikalischen Herausforderungen des Wassersportgeräts.
Gesundheitliche Relevanz von Hatha Yoga und Atemtechniken
Neben der rein physischen Komponente rückt die therapeutische Wirksamkeit von Yoga bei mentalen Belastungen verstärkt in den Fokus. Belen Rodriguez berichtete am 4. August 2026 über ihre Erfahrungen mit Hatha Yoga und speziellen Atemtechniken zur Bewältigung von Panikattacken und Depressionen. Nach einer zweimonatigen Phase der Immobilität, in der sie auch auf Psychopharmaka und Psychotherapie angewiesen war, habe ihr die Praxis des Hatha Yoga geholfen, innere Ruhe zurückzugewinnen. Sie betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, bei psychischen Krisen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Wirksamkeit von Atemübungen wird zudem durch aktuelle wissenschaftliche Analysen gestützt. Eine im August 2026 veröffentlichte Übersichtsarbeit von Ariel Dart Roxburgh von der Monash University untersuchte 20 Studien mit insgesamt 1.249 Teilnehmenden. Die in der Fachzeitschrift „Addiction“ erschienenen Ergebnisse deuten darauf hin, dass kontrollierte Atemtechniken das Verlangen nach Alkohol, Nikotin und Drogen senken können. Obwohl der beobachtete Effekt als gering eingestuft wird, gilt er als statistisch signifikant.
Professionalisierung und regionale Kursangebote im Bereich Achtsamkeit
Der Markt für Yoga und Achtsamkeitstraining zeigt eine fortschreitende Professionalisierung durch Zertifizierungen. Das im März 2025 eröffnete Yogastudio „Balance & Energie“ in Wadern unter der Leitung von Karin Ludwig bietet neben Hatha Yoga auch Ayur-Yogatherapie an. Die Angebote sind nach dem Standard der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert, was die Qualität der präventiven Maßnahmen unterstreicht.
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Regionale Bildungsträger erweitern ebenfalls ihr Portfolio. Das Volksbildungswerk in Wiesbaden-Bierstadt kündigte für den Zeitraum ab dem 13. August 2026 einen fünfteiligen Kurs für Meditation und Qigong an. In Brandenburg startet die Achtsamkeitstrainerin Manuela Behrndt zertifizierte Kurse in Wittenberge (ab dem 20. August 2026) und Perleberg (ab dem 1. September 2026). Die Kurskosten von 150 Euro werden von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst, was den niederschwelligen Zugang zu diesen Entspannungsmethoden fördert.
Zielgruppenspezifische Ansätze und klimatische Einflüsse
Für ältere Zielgruppen empfiehlt die Expertin Anna Trökes spezielle Übungen ab einem Alter von 60 Jahren. Ziel sei die Stärkung der Faszien, der Herzgesundheit sowie der mentalen Widerstandskraft. Hierbei werden langsame Bewegungsabläufe mit einer Dauer von mindestens drei Minuten sowie Achtsamkeitsmeditationen als besonders effektiv hervorgehoben.
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Die Relevanz von Entspannungsprogrammen wie dem Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) wird zudem durch Daten der Gesundheit Österreich GmbH unterstrichen. Laut Erhebungen belastet sommerliche Hitze die Psyche erheblich: 52 Prozent der Befragten klagen über Energiemangel, 38 Prozent fühlen sich weniger belastbar und 31 Prozent berichten von einem Interessenverlust. MBSR-Programme, deren Wirksamkeit in über 2.000 Studien belegt wurde, können laut Experten dazu beitragen, die psychische Belastung in solchen Phasen zu reduzieren, auch wenn sie die physische Temperatur nicht beeinflussen.
Zusätzlich zu den Kursen etablieren sich Veranstaltungsformate wie der 7. Yoga-Tag am Arendsee, der am 2. und 3. August 2026 stattfand, oder das geplante Tagesfestival „States of Being“ am 5. September 2026 in Essen. Diese Events kombinieren Yoga mit Elementen wie Qigong, Klangreisen oder moderneren Ansätzen wie Psychedelic Breath und richten sich an ein breites Publikum.
