Jumping-Fitness, Kalorien

Jumping-Fitness: Bis zu 800 Kalorien pro Stunde verbrennen

30.05.2026 - 18:30:50 | boerse-global.de

Immer mehr Kommunen rüsten Grünanlagen mit QR-Codes, Kursen und speziellen Geräten für alle Altersgruppen auf.

Jumping-Fitness: Bis zu 800 Kalorien pro Stunde verbrennen - Foto: über boerse-global.de
Jumping-Fitness: Bis zu 800 Kalorien pro Stunde verbrennen - Foto: über boerse-global.de

Digitale Trainingshilfen, Kurse für jedes Alter und spezialisierte Formate verwandeln Parks in multifunktionale Bewegungsräume.

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QR-Code statt Personal Trainer

Hannover geht einen neuen Weg. Im Mai startete dort das Projekt „QR-TRAINER:IN“. An sechs Standorten mit Fitnessparcours führen QR-Codes zu individuellen Trainingsplänen. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben soll die Hürde für ein Workout im Freien senken.

Bis zum 20. September bietet die Stadt zudem über 1.900 kostenlose Kurse unter dem Motto „Sport im Park“. Auch Köln zieht nach: Am 1. Juni beginnt die achte Auflage von „Kölle aktiv“. 63 wöchentliche Kurse in allen Stadtbezirken – und ein Ampelsystem des Deutschen Behindertensportverbandes zeigt an, welche Angebote barrierefrei sind.

Vom Parkour bis zum Seniorentanz

Die Programme werden immer zielgerichteter. In Bonn-Medinghoven gibt es bis Oktober wöchentliches Parkour-Training mit Profis – finanziert vom Rotary Club. In Emsdetten startet am 12. Juni ein Angebot für Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren.

Und für die ältere Generation? In Rheine organisiert ein Seniorenbeirat Übungsstunden an einem Bewegungsparcours mit neun Geräten für Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht. München setzt auf eine ungewöhnliche Mischung: Von Mai bis September gibt es kostenlose Tanzkurse in Parks – rund 20 verschiedene Stile.

Was die Wissenschaft sagt

Begleitend zu den Angeboten liefert die Forschung Argumente für mehr Bewegung. Eine Meta-Analyse der Universität Modena mit rund 3.750 Erwachsenen zeigt: Wer nach einer Gewichtsreduktion stabil bleiben will, braucht täglich etwa 8.500 Schritte. Teilnehmer strukturierter Programme erzielten über zehn Monate signifikante Erfolge.

Der zweifache „World's Strongest Man“ Mitchell Hooper empfiehlt ein kurzes Ganzkörper-Workout mit sechs Grundbewegungen: Ziehen, Drücken, Tragen, Kniebeugen, Hüftbeugen und Überkopfdrücken. Ein einziger intensiver Satz mit bis zu 25 Wiederholungen könne effektiver sein als lange Einheiten. Und das Beste: Parkbänke oder Mauern reichen als Equipment.

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Neue Trends erobern die Parks

Neben Klassikern etablieren sich spezialisierte Formate. In Stollberg im Erzgebirge gibt es ab Juni Yoga und Pilates direkt am Wasser. Hyrox – eine Mischung aus Laufen und funktionellem Krafttraining – wird bereits als Olympia-Kandidat gehandelt. Und Jumping-Fitness auf Minitrampolinen? Bis zu 800 Kalorien pro Stunde.

Aktionstage machen die neue Infrastruktur bekannt. In Mechernich ist für den 4. Juli ein Pumptrack-Tag mit Schnupperkursen und Vorführungen geplant. Die Botschaft ist klar: Öffentliche Grünanlagen werden zu Gesundheits- und Begegnungsstätten – und das kostenlos für alle.

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