Kraft + Ausdauer: Kombiniertes Training senkt Sterberisiko um 45%
15.06.2026 - 14:55:54 | boerse-global.de
Eine Langzeitstudie mit fast 150.000 Teilnehmern belegt: Wer beides macht, senkt sein Sterberisiko massiv.
Die im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Untersuchung begleitete die Probanden über bis zu 30 Jahre. Das Ergebnis: Wer Kraft- und Ausdauereinheiten kombiniert, reduziert sein Sterberisiko um satte 45 Prozent im Vergleich zu völlig Inaktiven. Besonders effektiv: 60 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche plus regelmäßige Ausdauereinheiten.
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Warum reines Krafttraining nicht reicht
Wer nur auf Kraft setzt, profitiert ebenfalls – aber deutlich weniger. Bei 90 bis 119 Minuten reinem Krafttraining pro Woche sinkt das Sterberisiko um 13 Prozent. Die spezifischen Vorteile sind trotzdem beachtlich: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Tod fällt um 19 Prozent, das Demenzrisiko sogar um 27 Prozent.
Allerdings gibt es einen Plateau-Effekt. Ab 120 Minuten Krafttraining pro Woche lassen sich keine zusätzlichen Senkungen des Sterberisikos mehr nachweisen. Die Botschaft der Forscher: Mehr ist nicht immer besser – die richtige Mischung zählt.
Vier Minuten reichen: Das Tabata-Prinzip
Neben klassischen Kraftsport-Methoden boomen effizienzorientierte Formate. Das Tabata-Prinzip etwa setzt auf maximale Belastung: 20 Sekunden Vollgas, zehn Sekunden Pause, acht Runden. Gesamtzeit: vier Minuten. Die Methode verbessert aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit, die Insulinsensitivität und die mitochondriale Anpassung.
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Parallel dazu gewinnen gemeinschaftsbasierte Ansätze an Boden. In Wiesbaden hat sich eine Calisthenics-Gruppe etabliert, die wöchentlich mit Eigengewichtsübungen trainiert. Das Teilnehmerfeld reicht von Jugendlichen bis zu 70-Jährigen. Für Ende Juni ist ein regionaler Wettbewerb in der Rhein-Main-Region geplant.
Achtsamkeit trifft auf seniorengerechtes Training
Ergänzend zum rein physischen Training rücken mentale Ansätze in den Fokus. In Hennigsdorf bietet man in der zweiten Junihälfte geführte Touren zum Waldbaden an. Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen sollen die mentale Belastbarkeit fördern.
Die regionale Verankerung zeigt sich auch in zielgruppenspezifischen Angeboten. In Stadtroda starten Mitte Juni Einheiten für die Altersgruppe ab 55 Jahren – eine Mischung aus Rückenpilates und seniorengerechtem Training. In Waidhofen (Niederösterreich) ist von Juli bis September eine Kursreihe mit Pilates, Yoga und Konditionstraining im öffentlichen Raum geplant.
Der Fitnessmarkt wird diverser. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Langlebigkeit treffen auf niederschwellige, gemeinschaftliche Angebote – und das offenbar mit Erfolg.
