Krafttraining, Sterberisiko

Krafttraining senkt Sterberisiko bei älteren Frauen um 12 Prozent

23.06.2026 - 04:22:00 | boerse-global.de

Studien belegen: Regelmäßiges Krafttraining reduziert Sterberisiko und schützt das Herz von Seniorinnen.

Krafttraining senkt Sterblichkeit bei älteren Frauen um 12 Prozent
Krafttraining - Frauen über 50 trainieren mit Hanteln in einem Fitnessstudio, symbolisieren Gesundheit und Kraft im Alter. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine neue Studie aus dem Fachblatt JAMA Network Open zeigt: Höhere Griffkraft korreliert mit einer um 12 Prozent niedrigeren Sterblichkeit. Die Forscher untersuchten dafür über acht Jahre 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren. Der Effekt trat unabhängig von der sonstigen Bewegung der Teilnehmerinnen auf.

Zwei Stunden Krafttraining pro Woche schützen das Herz

Eine zweite Studie im Journal of the American College of Cardiology (JACC) bestätigt den positiven Effekt. Bei mehr als 117.000 Frauen senkte Krafttraining von mindestens zwei Stunden pro Woche das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle signifikant. Wichtig: Der Schutz tritt zusätzlich zu den Vorteilen von Ausdauertraining auf.

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Muskelschwund ab 50 gezielt bekämpfen

Der natürliche Muskelabbau beschleunigt sich ab dem 50. Lebensjahr auf drei bis fünf Prozent pro Jahrzehnt. In Großbritannien erleidet jede zweite Frau über 50 einen Knochenbruch – ein starkes Argument für stabiles Muskelkorsett.

Eine Meta-Analyse aus 2023 zeigt: Freie Gewichte und Körpergewichtsübungen wirken besser als Gerätetraining. Experten empfehlen Kniebeugen, Ausfallschritte und Kreuzheben, zwei- bis dreimal pro Woche. Dass Höchstleistungen auch im Alter möglich sind, bewies Trish Barber: Die über 60-Jährige stellte bei den World Masters Weightlifting Championships mit 66 Kilogramm im Stoßen einen Weltrekord auf.

Bewegung hilft auch der Seele

Eine französische Studie im Journal of Affective Disorders (2026) untersuchte Nordic Walking bei Depressionen. Über 90 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Nach zehn Wochen mit zwei Einheiten pro Woche sanken die Depressionswerte deutlich. Rund 70 Prozent der schwer Betroffenen zeigten klinisch relevante Verbesserungen.

Soziale Angebote boomen: „Walk & Talk“-Spaziergänge, Tanzkurse für Frauen und Beckenbodentraining in Gruppen verbinden Bewegung mit Austausch. Auch die Serie „Tele-Gym“ fokussiert verstärkt Gleichgewicht und Sturzprävention.

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Markt ignoriert kaufkräftige Zielgruppe

Frauen über 50 geben rund 40 Prozent mehr für Wellness und Gesundheit aus als jüngere. Trotzdem zeigt nur etwa drei Prozent der Werbung sie in aktiven, sportlichen Rollen – so eine AARP-Erhebung von 2025.

Prominente wie Fitnesstrainerin Denise Austin (69) kämpfen gegen dieses Bild. Sie plant eine eigene Fitness-Linie für ihre Altersgruppe. Andere teilen öffentlich ihre Erfahrungen mit den Wechseljahren. Ziel ist eine Balance zwischen Fitness und Lebensqualität – ohne extremen Schönheitsidealen hinterherzujagen.

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