Krafttraining, Einheiten

Krafttraining: Zwei Einheiten pro Woche reichen fĂŒr Muskelaufbau

02.06.2026 - 00:38:05 | boerse-global.de

Neue ACSM-Richtlinien belegen: FĂŒr effektiven Muskelaufbau genĂŒgen zwei Trainingseinheiten pro Woche. Entscheidend ist die NĂ€he zur Belastungsgrenze.

Krafttraining: Zwei Einheiten pro Woche reichen fĂŒr Muskelaufbau - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Krafttraining: Zwei Einheiten pro Woche reichen fĂŒr Muskelaufbau - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das belegen neue Richtlinien des American College of Sports Medicine (ACSM). Die Fachgesellschaft hat ihre Empfehlungen erstmals seit 17 Jahren aktualisiert – und rĂ€umt mit alten Mythen auf.

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Was die neue Studie wirklich sagt

Die Datenlage ist beeindruckend: 137 Übersichtsarbeiten mit mehr als 30.000 Teilnehmenden flossen in die Leitlinien ein. Das Ergebnis: Training bis zum vollstĂ€ndigen Muskelversagen ist nicht nötig. Entscheidend ist die NĂ€he zur individuellen Belastungsgrenze.

Stuart Phillips von der McMaster University bringt es auf den Punkt: Menschen brauchen „kein extremes Maß an Krafttraining", um Erfolge zu sehen. Vielmehr zĂ€hlen RegelmĂ€ĂŸigkeit, die investierte Anstrengung und der kontinuierliche Fortschritt.

Animal Flow: Trend oder Alternative?

Neben klassischem GerĂ€tetraining gewinnen alternative Konzepte an PopularitĂ€t. Quadrobics – auch Animal Flow genannt – kombiniert Krabbeln, Springen und Balancieren auf allen vieren. Die Pharmazeutische Zeitung lobt die Beweglichkeit und die Belastung der Schulterpartie.

Doch fĂŒr gezielten Muskelaufbau taugt die Methode weniger als klassisches Krafttraining. Immerhin: Der Energieverbrauch einer 30-minĂŒtigen Einheit ist vergleichbar mit Gehen.

ZurĂŒck zur natĂŒrlichen Bewegung

Der MĂŒnchner OrthopĂ€de Univ.-Prof. Dr. Dominik Pförringer warnt vor ĂŒbertriebener Selbstoptimierung. Fitness-Apps und Wearables? Fehlanzeige. Er plĂ€diert fĂŒr eine RĂŒckbesinnung auf natĂŒrliche Alltagsbewegung als einfachste Form der PrĂ€vention.

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Bewegung als KrankheitsprÀvention

Die Zahlen sind eindeutig: Bis zu 45 Prozent der DemenzfĂ€lle ließen sich durch verĂ€nderbare Risikofaktoren vermeiden, zeigt ein Bericht der Alzheimer Forschung Initiative. Bewegung spielt dabei eine SchlĂŒsselrolle – neben ErnĂ€hrung und sozialen Kontakten.

Und auch fĂŒrs Gewicht reichen schon moderate Anstrengungen: Rund 8.500 Schritte tĂ€glich tragen wesentlich zum Gewichtserhalt bei, so die UniversitĂ€t Modena.

FĂŒrs Herz-Kreislauf-System gilt: Acht bis neun Stunden Schlaf, ausgewogene ErnĂ€hrung und mehr als 42 Minuten tĂ€liche Bewegung senken das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 57 Prozent. Das belegt eine Studie im European Journal of Preventive Cardiology.

Profisport bleibt extrem

WĂ€hrend der Breitensport auf Effizienz setzt, sieht die RealitĂ€t im Spitzensport anders aus. Schauspieler Nicholas Galitzine absolvierte fĂŒr die Rolle des He-Man stundenlanges tĂ€gliches Training – bei 5.000 Kalorien pro Tag.

Auch Ex-Mr.-Olympia Hadi Choopan verfolgt einen hochspezialisierten Plan fĂŒr den Wettbewerb im September 2026 in Las Vegas. Gezielte Optimierungen an Brust- und Beinmuskulatur stehen auf dem Programm.

Und beim FC Bayern MĂŒnchen nutzt Nachwuchstalent Maycon Cardozo die Sommerpause fĂŒr individuelle Einheiten mit Privattrainern. Sein Ziel: sich als Kaderalternative fĂŒr die Bundesliga zu empfehlen.

Die Fitnesskultur zeigt sich gespalten: WĂ€hrend der Leistungssport auf maximale IntensitĂ€t setzt, empfehlen die Experten der breiten Bevölkerung wissenschaftlich fundierte Mindeststandards – zeitsparend und effektiv.

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