Muskelkraft senkt Sterberisiko: Studie mit 5.472 Frauen zeigt 12%
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 11:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
In Deutschland und den Niederlanden entstehen neue Trainingsparks – und die Wissenschaft liefert handfeste Argumente fürs Krafttraining.
Neuer Calisthenics-Park in Karlsdorf-Neuthard
Am Altenbürgzentrum in Karlsdorf-Neuthard ging Anfang Juli eine neue Calisthenics-Anlage in Betrieb. Möglich machte das eine Spende der Sparkasse Kraichgau über 15.000 Euro. Bürgermeister Dr. Gunter Carra betonte bei der Eröffnung den Wert frei zugänglicher Sportangebote.
Auch international tut sich was. In der niederländischen Gemeinde Tholen weihte die Kommune Anfang Juli einen neuen Park bei den Oesterputten ein. Eine Bürgerinitiative mit 130 Unterschriften hatte das Projekt angestoßen. Neben den Geräten gibt es dort regelmäßige, kostenlose Aktivitäten.
Freiburgs Anlagen im Test
Freiburg verfügt über 13 frei zugängliche Calisthenics- oder Trimm-Dich-Anlagen. Aktuelle Tests loben besonders die Anlage im Dietenbachpark. Sie überzeugt durch Beschattung und eignet sich dank verschiedener Schwierigkeitsstufen für Einsteiger und Fortgeschrittene.
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Schule macht mit: Calisthenics im Unterricht
Das Gymnasium Wernigerode installierte Anfang Juli ein neues Trainingsgerät auf dem Schulhof. Schüler können jetzt in Pausen und im Sportunterricht Klimmzüge, Liegestütze und Dips trainieren.
Parallel dazu boomen spezialisierte Kurse. In Bernau startete im Juli ein Angebot für sanfte Gymnastik unter der Leitung von Christina Schmeling. Der Fokus liegt auf Mobilisation und Dehnung. Auch Video-Serien zur Mobilisation von Rücken und Schultern gewinnen an Popularität.
Studie: Muskelkraft senkt Sterberisiko
Eine Untersuchung der Women's Health Initiative liefert beeindruckende Zahlen. Forscher begleiteten 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren über durchschnittlich 8,3 Jahre. Ihr Ergebnis: Höhere Muskelkraft – gemessen durch Griffkraft und den Chair-Stand-Test – senkt das Sterberisiko signifikant.
Konkret: Pro Standardabweichung zusätzlicher Kraft sinkt das Risiko um 12 Prozent. Entscheidend: Der Effekt tritt unabhängig von allgemeiner Bewegung oder Sitzzeit auf. Fachleute empfehlen daher mindestens zweimal pro Woche gezieltes Krafttraining.
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Rucking: Der neue Trend aus den USA
Neben klassischem Calisthenics etabliert sich „Rucking“ – zügiges Gehen mit beschwertem Rucksack. Ideal sind 5 bis 10 Prozent des Körpergewichts. Der Kalorienverbrauch steigt im Vergleich zum normalen Spaziergang deutlich. Gleichzeitig stärkt die Methode Rumpf und Rücken, ist aber gelenkschonender als Joggen.
Fürs Training zu Hause werden pilates-inspirierte Übungsringe immer beliebter. Sie aktivieren die tiefe Bauchmuskulatur, Adduktoren und Beckenboden. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.
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