Ordnung halten: KonMari und Death Cleaning als bewährte Strategien
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 09:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Immer mehr Menschen suchen nach Strategien, um ihren Besitz zu reduzieren und Wohnräume dauerhaft organisiert zu halten. Experten und Ratgeber-Literatur liefern dafür konkrete Methoden.
Bewährte Konzepte fürs Ausmisten
Die KonMari-Methode von Marie Kondo ist der Klassiker: Gegenstände werden nach Kategorien sortiert, nicht nach Zimmern. Nagisa Tatsumis „Die Kunst des Wegwerfens“ und Werner Tiki Küstenmachers „Simplify your Life“ bieten ebenfalls theoretische Grundlagen. Ein neuerer Trend ist das „Death Cleaning“ – die Idee, den eigenen Besitz so zu organisieren, dass Angehörige später nicht belastet werden.
Praktiker raten, Zimmer für Zimmer vorzugehen. Die entscheidende Frage: Wann habe ich das zuletzt genutzt? Auch Kinderliteratur greift das Thema auf, um Ordnung spielerisch zu vermitteln.
Küche und Kleiderschrank: Die größten Herausforderungen
In der Küche sammeln sich besonders viele ungenutzte Dinge. Branchenberichte identifizieren sechs Hauptgruppen: doppelte Gewürze, abgelaufene Lebensmittel, defekte Kleingeräte, unvollständige Vorratsbehälter, altes Geschirr und überflüssige Utensilien. Ein zweites Waffeleisen? Weg damit.
Bei Textilien hat sich das Rollen von Kleidungsstücken als platzsparende Alternative zum Falten etabliert. Ausnahme: Empfindliche Stoffe wie Blazer oder Hemden. Für mehr Schrankplatz sorgen Kaskaden-Bügel-Organizer oder Schlüsselringe an Kleiderbügeln. Fachleute raten zudem, unpersönliche Dekoration, alte Kabel und teure Fehlkäufe zu entfernen – letztere lassen sich oft noch verkaufen.
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Neue Produkte für mehr Ordnung
Der Handel reagiert auf den Organisations-Bedarf. Anfang Juli kamen modulare Wäschekörbe mit hohem Fassungsvolumen für unter 20 Euro auf den Markt. Ein Discounter bietet vom 9. bis 11. Juli einen Ultraschallreiniger mit 46 Kilohertz für Brillen und Schmuck an. Akkubetriebene Staubsauger mit 300-Watt-Motoren und LED-Bodendüsen sind bis Mitte Juli im Angebot.
Schädlinge und Sicherheit: Was man wissen sollte
Zur langfristigen Ordnung gehört auch der Schutz vor Schädlingen. Bei Ameisenstraßen helfen natürliche Barrieren wie Zimt, Essigwasser oder Zitronensaft. Bei komplexeren Befällen – etwa durch Pharaoameisen – sollte ein Fachbetrieb kommen.
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Vorratsschädlinge wie Mehlmotten lassen sich durch kühle Lagerung und dichte Behälter vermeiden. Bei Befall hilft Essigreiniger und das Einfrieren betroffener Lebensmittel.
Der NABU warnt zudem vor Glasmurmeln in Insektentränken: Sie heizen sich stark auf. Besser: Steine, Äste oder Moos. Und wer Satinhosen trägt, sollte vorsichtig sein – auf glatten Böden sind sie eine echte Stolperfalle.
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