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RTX 5060 V1: MSI stellt vier Blackwell-Grafikkarten vor

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 16:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

MSI präsentiert vier neue RTX 5060 V1 Modelle mit modifiziertem GB205-Chip und 8 GB GDDR7. Parallel erlebt die RTX 3060 ein Comeback.

MSI enthüllt RTX 5060 V1 Serie mit abgespecktem Chip
Nahaufnahme einer futuristischen NVIDIA GeForce RTX 5060 Grafikkarte, grün leuchtend, mit detaillierten Schaltkreisen und Kühlrippen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Grafikkarten basieren auf einer veränderten Hardware-Konfiguration der Mittelklasse-Blackwell-Architektur. Die Serie umfasst die Varianten Gaming, Gaming OC, Ventus 2X und Ventus 2X OC – alle mit einem modifizierten GB205 Grafikprozessor.

Technische Details und Leistungsanpassungen

Die neuen RTX 5060 V1 Karten setzen auf einen abgespeckten GB205-Chip statt des ursprünglich erwarteten GB206 Siliziums. Ausgestattet sind sie mit 3.840 CUDA-Kernen und 8 Gigabyte GDDR7-Speicher. Der Speicher taktet mit 28 Gbps über ein 128-Bit-Interface und erreicht eine Bandbreite von 448 GB/s. Zudem unterstützt die Serie den PCIe 5.0 x8 Standard.

Die Hardware-Daten zeigen: Das Gaming OC V1 Modell kommt mit einer reduzierten Boost-Taktfrequenz von 2.587 MHz und einer Leistungsaufnahme von 150 Watt. Auch physikalisch hat sich etwas getan – der Kühler der Ventus 2X wiegt nun 548 Gramm, ein deutliches Plus gegenüber den bisherigen 511 Gramm. Was die neuen Karten kosten und wann sie in den Handel kommen, ließ MSI noch offen.

Comeback der alten Garde

Parallel zur RTX 5060 erlebt ältere Hardware ein unerwartetes Revival. Bereits am Dienstag tauchte MSIs RTX 3060 12GB Ventus 2X OC wieder auf großen Handelsplattformen auf – zum Preis von rund 310 Euro, dem gleichen Niveau wie bei ihrem Debüt 2021. Marktbeobachter sehen einen klaren Trend: Die neue RTX 5060 mit 8 GB ist zwar in den meisten Spielen schneller, doch die 12 GB VRAM der älteren Karte verschaffen ihr bei 4K-Auflösungen und bestimmten professionellen Anwendungen einen echten Vorteil.

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Der Grund für das überraschende Comeback? Ein weltweiter Engpass bei GDDR7-Speicher. Die Chips werden dringend für KI-Hardware benötigt. Auch Hersteller Palit hat deshalb neue RTX 3060 Modelle auf den Markt gebracht. Deren Infinity 2 OC setzt auf den bewährten GA106-Chip und 12 GB GDDR6-Speicher. Samsung soll bereits im März 2026 die 8nm-Fertigung des GA106 wieder hochgefahren haben – ein klares Zeichen für den Mangel an günstigen GPU-Komponenten.

Besonders spannend: Die 12 GB der alten RTX 3060 reichen aus, um große Sprachmodelle mit 14 Milliarden Parametern mit 28 bis 32 Tokens pro Sekunde auszuführen. Die 8 GB der RTX 5060 sind dafür schlicht zu knapp bemessen.

Schnelle Integration in Fertigsysteme

Die RTX 5060 findet sich bereits in zahlreichen Komplett-PCs und Laptops wieder. Dell brachte am Mittwoch das Alienware 15 Gaming-Notebook auf den Markt – mit RTX 5060 und 165Hz-Display. Lenovo stellte heute den Yoga AIO 27IPH11 vor, einen All-in-One-Desktop mit Intels Panther-Lake-Prozessoren und optionaler RTX 5060. In China startete zudem das Colorfire Meow R16 Ultra Notebook, das die RTX 5060 mit einem AMD Ryzen 9 9850HX kombiniert.

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Mehr Transparenz bei Temperaturen

Auch auf der Software-Seite tut sich etwas. AIDA64 hat in einem Beta-Update vom Mittwoch die Unterstützung für GPU-Hotspot-Temperatursensoren der RTX 50 Serie nachgereicht. Da NVIDIA diese Daten nicht offiziell über die eigene NVAPI bereitstellt, haben Community-Entwickler zudem inoffizielle Plugins für MSI Afterburner veröffentlicht. Erste Tests zeigen: Während die Durchschnittstemperaturen der Blackwell-Karten unauffällig wirken, ist die Überwachung der Hotspots nötig, um thermisches Drosseln frühzeitig zu erkennen.

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