Ziegenmilch: Studie belegt 64% weniger Neurodermitis bei SĂ€uglingen
03.07.2026 - 21:51:35 | boerse-global.de
FĂŒr das vierte Quartal 2026 prognostizieren Analysten einen RĂŒckgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in Deutschland geraten die Erzeuger in die Zange zwischen sinkenden Preisen und hohen Kosten.
Milchbauern arbeiten mit Verlust
Die wirtschaftliche Lage der Milchviehhalter ist dramatisch. Im ersten Quartal 2026 lag der Auszahlungspreis bei gerade einmal 39,43 Cent pro Kilogramm. Dem gegenĂŒber stehen Produktionskosten von durchschnittlich 52,58 Cent. Jeder Liter Milch bringt den Bauern also ein Minus von ĂŒber 13 Cent.
Die Zahl der Betriebe schrumpft rasant. Von 138.500 Milchviehbetrieben im Jahr 2000 sind nur noch rund 48.600 ĂŒbrig. 60 Prozent aller KĂŒhe stehen inzwischen in StĂ€llen mit mehr als 100 Tieren. Der Strukturwandel beschleunigt sich â im MĂ€rz 2026 wurden fĂŒnf Prozent mehr KĂŒhe geschlachtet als im Vorjahresmonat.
Ziegenmilch schĂŒtzt vor Neurodermitis
Eine aktuelle Studie bringt ĂŒberraschende Ergebnisse fĂŒr SĂ€uglinge mit familiĂ€rer Vorbelastung. Die GIraFFE-Studie mit ĂŒber 2.100 Teilnehmern verglich Vollziegenmilch mit Kuhmilch. Bei Kindern ohne Risiko gab es keinen Unterschied. Doch bei familiĂ€rer Vorbelastung sank das Risiko fĂŒr eine diagnostizierte Neurodermitis um 64 Prozent.
Die Wachstumsentwicklung unterschied sich zwischen den Gruppen nicht. Die Ergebnisse wurden 2026 in der Fachzeitschrift Clinical Nutrition veröffentlicht.
Stillen senkt ADHS-Risiko
Die GIraFFE-Studie belegt: Ziegenmilch senkt das Neurodermitis-Risiko bei SÀuglingen mit familiÀrer Vorbelastung um 64 Prozent. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, wie Sie die ErnÀhrung Ihres Babys optimal gestalten. Jetzt Report anfordern
Eine norwegische Studie mit mehr als 37.000 Kindern zeigt einen weiteren Effekt. AusschlieĂliches Stillen ĂŒber sechs Monate korreliert mit geringeren ADHS-Symptomen im Alter von drei bis acht Jahren. Die Forscher betonen jedoch: Der Effekt ist klein. âEs darf kein zusĂ€tzlicher Druck auf MĂŒtter entstehenâ, warnen Fachleute.
H5N1: Gefahr fĂŒr KĂŒhe und Menschen
Das Vogelgrippevirus H5N1 befĂ€llt zunehmend Rinder. Seit dem ersten Ausbruch in den USA 2024 gab es mehrere Dutzend Infektionen beim Menschen und einen Todesfall im Januar 2025. Wissenschaftler fanden heraus: Das Eutergewebe von KĂŒhen enthĂ€lt hohe Konzentrationen des Rezeptors ?2,3-SialinsĂ€ure â perfekt fĂŒr die Virusvermehrung.
Menschliches Mammargewebe besitzt Àhnliche Strukturen. Die Forschung arbeitet an Impfstoffen, die sich in der dritten klinischen Phase befinden. Eine FDA-Zulassung wird ab 2027 erwartet.
Lebensmittelpreise: Deutschland gĂŒnstiger als Ăsterreich
Verunsichert bei der SĂ€uglingsernĂ€hrung? Die aktuelle GIraFFE-Studie zeigt: Ziegenmilch kann das Allergierisiko deutlich senken. Holen Sie sich den ErnĂ€hrungsplan und die Checkliste zur FrĂŒherkennung. Kostenlosen Report sichern
Trotz Steuersenkungen bleibt der Lebensmitteleinkauf in Deutschland gĂŒnstiger als in Ăsterreich. Zum 1. Juli 2026 senkte Ăsterreich die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 4,9 Prozent â eine jĂ€hrliche Ersparnis von rund 100 Euro pro Haushalt. Dennoch zeigen Preisvergleiche: Deutsche SupermĂ€rkte sind weiterhin billiger.
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt eine tĂ€gliche Proteinzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und mindestens 30 Gramm Ballaststoffe. Gute Quellen: HĂŒlsenfrĂŒchte und Vollkornprodukte.
