Deutschland, BundeslÀnder

Perso, Kindergeld und mehr: Das soll einfacher werden

25.06.2026 - 19:42:54 | dpa.de

Zeit fĂŒrs Baby statt Papierkram: Viele AntrĂ€ge und BehördengĂ€nge sollen entfallen oder zumindest schneller werden. Diese digitalen Neuerungen sind geplant.

  • Neue Eltern sollen sich kĂŒnftig mehr auf ihr Baby statt auf Papierkram konzentrieren können. (Symbolbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa
    Neue Eltern sollen sich kĂŒnftig mehr auf ihr Baby statt auf Papierkram konzentrieren können. (Symbolbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa
  • Der Antrag auf einen neuen Personalausweis soll demnĂ€chst weitgehend online möglich sein. (Symbolbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
    Der Antrag auf einen neuen Personalausweis soll demnÀchst weitgehend online möglich sein. (Symbolbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
  • In einer Wallet auf dem Handy könnten bald «digitale Zwillinge» von Ausweis, FĂŒhrerschein und Co. gespeichert werden. (Symbolbild) - Bild: Soeren Stache/dpa
    In einer Wallet auf dem Handy könnten bald «digitale Zwillinge» von Ausweis, FĂŒhrerschein und Co. gespeichert werden. (Symbolbild) - Bild: Soeren Stache/dpa
Neue Eltern sollen sich kĂŒnftig mehr auf ihr Baby statt auf Papierkram konzentrieren können. (Symbolbild) - Bild: Hannes P Albert/dpa Der Antrag auf einen neuen Personalausweis soll demnĂ€chst weitgehend online möglich sein. (Symbolbild) - Bild: Marijan Murat/dpa In einer Wallet auf dem Handy könnten bald «digitale Zwillinge» von Ausweis, FĂŒhrerschein und Co. gespeichert werden. (Symbolbild) - Bild: Soeren Stache/dpa

Schluss mit den Papierstapeln und nervigen Wartezeiten beim BĂŒrgeramt – das versprechen die Bundesregierung und die BundeslĂ€nder mit der angeschobenen Staatsmodernisierung. Viele Behördenwege sollen bald der Vergangenheit angehören, der Alltag der Menschen damit einfacher werden. 

Insgesamt 60 kurzfristige Maßnahmen wurden vereinbart und sind laut Politik in der Umsetzung. Einige wichtige Beispiele im Überblick.

Perso per Post

Wer einen neuen Personalausweis braucht, soll den Antrag digital stellen können und muss im BĂŒrgeramt nur noch seine biometrischen Daten erfassen lassen. Auch die Abholung entfĂ€llt: Der Ausweis wird stattdessen nach Hause gesandt. Möglich machen soll das ein bundesweites Pass- und Ausweisregister, mit dem etwa 6.000 Kommunen und Auslandsvertretungen von der RegisterfĂŒhrung befreit werden.

Wer ĂŒber 70 Jahre ist und einen Personalausweis beantragt, soll diesen zudem bald auch ĂŒber die regulĂ€re GĂŒltigkeit von zehn Jahren hinaus unbegrenzt weiterverwenden können. Eine weitere Änderung gibt es beim Reisepass: Wer umzieht, wird seinen Wohnort nicht mehr im Pass aktualisieren mĂŒssen. Die GesetzesĂ€nderungen dafĂŒr hat das Bundeskabinett im Mai beschlossen, sie mĂŒssen aber noch durch Bundestag und Bundesrat.

Kindergeld ohne Antrag

Lange waren die AntrĂ€ge auf Kindergeld und Elterngeld mit einem Wust an Formularen verbunden – auch das soll einfacher werden. «Ziel ist, dass Eltern in der aufregenden Zeit nach der Geburt voll und ganz fĂŒr ihr Baby da sein können, statt sich mit unnötigem Papierkram beschĂ€ftigen zu mĂŒssen», versprechen Bund und LĂ€nder.

Konkret soll das Kindergeld von 259 Euro pro Monat und Kind demnĂ€chst ohne Antrag ausgezahlt werden, voraussichtlich von MĂ€rz 2027 an zunĂ€chst an Eltern, die bereits ein Kind haben, voraussichtlich von November 2027 an auch an frischgebackene Eltern. FĂŒr das Elterngeld soll eine zentrale technische Infrastruktur die heute oft langwierige Bearbeitung beschleunigen.

Fahrzeugschein als App

Bereits gut angenommen wird der digitale Fahrzeugschein. Mit der App i-Kfz kann die Zulassungsbescheinigung auf dem Smartphone mitgefĂŒhrt werden. Allein im ersten Monat nach dem Start Ende 2025 wurde die App laut Verkehrsministerium mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Auch die Neuzulassung und Abmeldung eines Autos sind vielerorts online möglich.

Behördenkontakt per Mail

Nach dem Motto «E-Mail statt Papierflut» versprechen Bund und LĂ€nder, dass anstelle handschriftlich unterschriebener Formulare kĂŒnftig im Regelfall eine einfache Mail an die Behörde ausreichen soll. Andersherum sollen die Behörden auch per E-Mail antworten können, wenn sie auf diese Weise angeschrieben wurden. Das Ausdrucken, Unterschreiben und der Postversand von AntrĂ€gen und ErklĂ€rungen werde damit zur Ausnahme, heißt es. Auch beglaubigte Kopien sollen seltener eingefordert werden als bisher.

Deutschland-App

Eine Deutschland-App soll, voraussichtlich vom kommenden Jahr an, rund um die Uhr helfen, staatliche Leistungen zu finden, Formulare auszufĂŒllen und AntrĂ€ge schneller zu bearbeiten – auch mit Hilfe von KI. Ein Prototyp von Plattform und App lĂ€uft nach Angaben von Bund und LĂ€ndern schon.

Digitale Brieftasche

Ebenfalls von 2027 an sollen die Menschen in Deutschland auf eine digitale Brieftasche, auch Wallet genannt, zurĂŒckgreifen können. Die Idee ist, dass darin persönliche Nachweise wie der Personalausweis, perspektivisch aber auch die Geburtsurkunde, der FĂŒhrerschein oder Zeugnisse als «digitale Zwillinge» hinterlegt werden können. Die Wallet ist als freiwilliges Angebot geplant.

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